Antrag aus der Politik öffentlich - VOP/2026/0638
Grunddaten
- Betreff:
-
Altlasten am Drewespark sofort beseitigen: Kontaminierten Boden sichern und entsorgen
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Antrag aus der Politik öffentlich
- Federführend:
- 1 Büro der Bürgerschaft
- Bearbeiter:
- Büro der Bürgerschaft
- Verantwortlich:
- Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
|
●
Erledigt
|
|
Bürgerschaft der Hansestadt Wismar
|
Entscheidung
|
|
|
|
26.03.2026
|
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag
Der Bürgermeister wird beauftragt,
- zeitnah für die sachgerechte Verbringung des kontaminierten Aushubs auf dem städtischen Grundstück im nordwestlichen Bereich des Drewesparks zu sorgen.
- die städtischen Grundstücke im Bereich Drewespark so zu sanieren, das keine weitere Gefahr für Mensch und Umwelt mehr besteht.
Sachverhalt
Begründung:
Die der Bauleitplanung VO/2021/4005 beiliegenden Umweltgutachten zeigten im Gebiet der ehemaligen Kokerei extreme Kontaminierungswerte für Cyanide, PAK und MKW im Boden, die z.T. tausendfach über den Grenzwerten liegen. Die Hotspots der Kontamination lagen im Bereich des nordwestlichen Baugebietes und grenzten direkt an eine noch heute bewirtschaftete Kleingartenanlage, bzw. ragen in sie hinein. Es wurde daher vor der Bebauung mit einem Einkaufszentrum eine Bodensanierung durchgeführt, die allerdings nicht das gesamte kontaminierte Bodenmaterial umfasste und auch nicht das Areal komplett abdeckte. Ein Teil des Aushubs befindet sich seit dem Bau immer noch ungesichert auf privatem aber auch auf städtischem Land. Die Inhaltsstoffe können daher seit mehreren Jahren ausgewaschen werden und in die Kleingartenanlage bzw das Feuchtbiotop Kuhweide abfließen. Während die Sanierung des privaten Teils anscheinend in gerichtlicher Klärung ist, gibt es keinen Grund, den auf städtischem Land befindlichen Aushub nicht fachgerecht zu entsorgen. Die Nähe der hoch kontaminierten Bereiche und des Aushubs zu Gärten mit Obst- und Gemüseanbau in wenigen Metern Entfernung lassen eine gezielte Untersuchung der gegenwärtigen Belastung dieses Grenzareals als notwendig erscheinen.
